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Prompt Engineering für Marketer: Was wirklich funktioniert

Prompt Engineering klingt technisch, ist aber im Kern eine Kommunikationsdisziplin. Und wer im Marketing arbeitet, kommuniziert den ganzen Tag — mit Kunden, Stakeholdern und jetzt eben auch mit KI.

Warum die meisten Prompt-Guides nicht helfen

Die meisten Anleitungen im Netz sind für Software-Entwickler geschrieben. Sie erklären Chain-of-Thought Reasoning und JSON-Output-Formate. Für Marketer ist das selten relevant.

Was Marketer brauchen: Prompts, die Kontext liefern, Tonalität definieren und klare Ergebnisse produzieren.

Drei Prinzipien, die ich täglich nutze

1. Rolle vor Aufgabe

Statt direkt die Aufgabe zu formulieren, definiere ich zuerst die Rolle:

Du bist ein erfahrener Performance-Marketing-Manager
mit Fokus auf Google Ads im B2B-SaaS-Bereich.

Das allein verändert die Qualität der Antworten massiv.

2. Beispiele schlagen Beschreibungen

Anstatt den gewünschten Stil zu beschreiben, gebe ich ein konkretes Beispiel. Ein Satz im richtigen Ton ist mehr wert als drei Absätze Stilbeschreibung.

3. Iterieren statt perfektionieren

Der erste Prompt muss nicht perfekt sein. Ich starte mit einer groben Version und verfeinere in 2-3 Runden. Das geht schneller als 20 Minuten am “perfekten” Prompt zu feilen.

Mein Workflow

  1. Kontext setzen — Wer bin ich, was ist das Ziel?
  2. Aufgabe definieren — Was soll rauskommen?
  3. Constraints setzen — Länge, Format, Tonalität
  4. Iterieren — Ergebnis bewerten, Prompt anpassen

Der beste Prompt ist nicht der cleverste — sondern der, der konsistent gute Ergebnisse liefert.

In den nächsten Wochen teile ich konkrete Prompt-Templates für verschiedene Marketing-Aufgaben.